Den Satz «Es isch mega spannend gsi!» würde man vielleicht an einem Turnfest oder einem Cupspiel erwarten, eher weniger aber an einer Generalversammlung. Dennoch konnte man diesen und weitere ähnliche Äusserungen gleich mehrfach hier und dort vernehmen, wenn man beim Anstehen am feinen Aelplermagronen-Buffet nach der diesjährigen Generalversammlung des TVW etwas die Ohren spitze. So waren dieses Jahr doch zwei aussergewöhnliche Anträge traktandiert, die schon während dem Apéro viel zu diskutieren gaben.
Eingeläutet wurde die Versammlung wie in den letzten Jahren üblich durch einen Foto-Jahresrückblick, der nochmals viele tolle Erlebnisse Revue passieren liess – vielen Dank an dieser Stelle an das Redaktionsteam sowie alle fleissigen Fotografinnen und Fotografen für all die gesammelten Bilder!
Das erste Highlight stellten dann die Wahlen dar. So durfte der Vorstand seit 10 Jahren zum ersten Mal wieder ein vollständiges Ticket präsentieren! Denn Christian Städler übernimmt neu zusammen mit Bettina die technische Leitung Erwachsenensport und löst damit Gaby ab, welche sich nun voll auf die Aufgaben des Vizepräsidiums konzentrieren kann. Bettina wird wiederum durch Fabienne Willi abgelöst, welche sich neu im Vorstand zusammen mit Isabelle um die Jugend kümmert.
Nach weiteren üblichen Geschäften ging es dann auch schon bald los mit dem ersten Antrag: Der Vorstand beantragte eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge, um die über Jahre hinweg gestiegenen Ausgaben decken zu können. Kaum war das Anliegen vorgetragen so gab es auch schon zahlreiche Wortmeldungen. Aus allen Teilen der gut gefüllten Turnhalle gab es diverse zustimmende und kritische Voten – einige spontan formuliert und andere sehr sorgfältig vorbereitet inklusive Excel-Berechnungen oder dem Vorstand im Voraus zugestellten PowerPoint-Folien. Schlussendlich musste über drei Änderungsanträge abgestimmt werden, bevor dann der ursprüngliche Antrag von der Versammlung angenommen werden konnte.
Der zweite Antrag hatte eine Statutenänderung zum Thema Helfereinsätze als Ziel. Auch hier wurde rege diskutiert über die Notwendigkeit einer statutarischen Regelung bevor der Antrag dann schlussendlich abgelehnt wurde. Zur Freude des Vorstandes gab es aber breite Zustimmung zum eigentlichen Ziel, die Helferkultur wieder stärken zu wollen. So sollen im laufenden Jahr die Riegen stärker miteinbezogen werden; diese übernehmen neu die Verantwortung für das Füllen der verschiedenen Einsatzpläne. Es ist sehr erfreulich, dass zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses dieser Ausgabe der erste grössere Posten, die Papiersammlung Ende März, bereits voll besetzt ist und dies ohne ein einziges Bettelmail. Vielen Dank den stillen Sammlerinnen und Sammlern und den verantwortlichen Fadenziehern!
Weitere Informationen zu beiden Geschäften sind dem sehr detailliert geführten Protokoll zu entnehmen – danke Petra! Der Vorstand hat sich sehr gefreut über die vielen Voten und die angeregte Diskussion. Auch wenn die Versammlung wesentlich länger als üblich dauerte, langweilig wurde es dieses Jahr sicher niemandem. Möge dieses Level an Engagement während der GV seitens der Mitglieder in den kommenden Jahren weiter erhalten bleiben – auch wenn sich der Autor über ein früheres Nachtessen freuen würde 😉
Ein grosses Dankeschön gilt auch dem Anlassteam für die Organisation der GV, dem Verein Würenlos Samichlaus für das Servieren und dem Aerobic für das Aufräumen zum Schluss zusammen mit den letzten verbleibenden Mitgliedern.
Text: Lukas Keller
Fotos: Noah Bargisen